Archive for November, 2010

Munnar

Mittwoch, November 10th, 2010

Am Tag nach unserer Hochzeit besuchten wir zunächst den Gottesdienst in einer nahegelegenen Kirche. Dann fuhren wir in ein Restaurant, zum Frühstück. Dieses Restaurant ist Teil eines Resorts, und befindet sich in einiger Entfernung im Nachbardistrikt Idukki. Von einem großen Fenster hat man eine schöne Aussicht über einen Fluss. Dann fuhren wir zurück ins Haus des Bischofs. Nach Munnar, auf unsere Hochzeitsreise, wollten Holger und ich ursprünglich mit dem Bus fahren, aber da dies laut dem Bischof nicht ganz einfach war, organisierten sie ein Auto für uns. Die Fahrt ging jedoch nicht, wie von uns angenommen, gleich nach dem Gottesdienst los, sondern erst am Nachmittag.

The day after our wedding we at first visited the service in a nearby church. Then we went to a restaurant to have breakfast. The restaurant was part of a resort and was somewhat further away, in the neighboring district Idukki. From a big window we had a beautiful view over a river. Then we went back to the Bishop’s house. Originally Holger and I had planned to take the bus to Munnar, where we wanted to go on our honeymoon. Since this, however, was not that easy on that day, the Bishop and his wife instead organized a car and driver to bring us there. The journey thus started in the afternoon.

El dia despues de nuestra fiesta de bodas primero visitamos el servicio en una iglesia cercana. Despues nos fuimos a un restaurante para desayunar. El restaurante era parte de un resort, y era en alguna distancia, en el districto vecino Idukki. Desde una gran ventana tuvimos linda vista a un rio. Despues regresamos a la casa del Obispo. Holger y yo habiamos querido ir con el autobus a Munnar, para nuestra luna de miel. Pero nos dijeron que eso en ese dia no era tan facil, asi que organisaron para nosotros un coche con un conductor. Pero el viaje no empezaba despues de la iglesia, como habiamos creido, sino en la tarde.

 

Unterwegs hielten wir an einem Wasserfall, der ein beliebtes Ausflugsziel zu sein schien: Viele Leute fotografierten sich gegenseitig vor den brausenden Wassermassen, und ringsum wurden in Ständen Kokosnüsse, Ananas, hausgemachte Schokolade und andere Dinge angeboten. Wir kauften Schokolade und Ananas, danach beschloss ich, an der Seite des Wasserfalls hochzuklettern, um einen besseren Winkel für Fotos zu erhalten. Einige junge Männer, die ebenfalls dort standen, baten mich darum, mit ihnen für ein Foto zu posieren. Später halfen sie mir dabei, wieder auf den nassen Steinen hinab zu klettern. In der Nähe des Wasserfalls sah ich zum ersten Mal wildlebende Affen! Bisher kannte ich die Tiere nur aus dem Zoo. Ich habe schon oft davon gehört, dass Affen Touristen angreifen, um an etwas zu essen zu kommen, aber zumindest diese Affen waren zurückhaltend und friedlich, gleichzeitig jedoch überhaupt nicht scheu.

On the way we stopped at a waterfall, which seemed to be a popular place for daytrips: There were a lot of people, photographing each other in front of the roaring water, and all around in different kiosks you could buy coconuts, pine apple, homemade chocolate and many other things. We bought some chocolate and pine apple, and then I decided to climb up next to the waterfall to get some better views for photos. Some young men who were standing there as well, asked me to be in a photo with them. Afterwards they helped me back down on the slippery stones. Near the waterfall I saw wild monkeys for the first time! So far, I had only known these animals from the zoo. I had often heard, that monkeys attack tourists to get some food, but at least these monkeys were friendly and not aggressive at all, though at the same time they did not seem to be shy.

En el camino paramos frente a una cascada, que parecia ser un lugar muy bueno para excursions: Habia muchisima gente tomando fotos de las aguas, y alrededor habia diferentes kioskos para comprar nuezes de coco, ananas, chocolate hecho en casa, y muchas cosas mas. Compramos chocolate y ananas, y despues yo decidi subir al lado de la cascada para tomar mas fotos desde alli. Habia un grupo de jovenes que me preguntaba si pueden tomar una foto conmigo. Despues me ayudaron bajar, ya que las piedras eran mojadas. Cerca de la cascada tambien pude ver monos salvajes por primera vez! Hasta entonces solamente los conocia del zoologico. Muchas veces habia oido de que los monos ataquen a los turistas para que les den algo a comer, pero por lo menos estos monos eran simpaticos y nada agresivos, aunque tampoco eran timidos.

 

Je mehr wir uns Munnar näherten, umso spektakulärer wurde die Landschaft, mit hohen Bergen im Sonnenuntergang, und schließlich mit Teeplantagen. In Munnar wurden wir in unsere Unterkunft, einen netten kleinen Homestay, gebracht. Dort hatten wir ein großes und sehr schönes Zimmer, mit Fernseher und natürlich eigenem Badezimmer. Das Homestay mit dem Namen Rheinberg (da der Besitzer über Verwandte Beziehungen nach Deutschland hat) hat eine sehr gute Lage: Auf einem Hügel über dem Stadtzentrum, so dass der Lärm der Stadt kaum bis hierher vordringt, und zugleich ist man nach fünf Minuten Fußweg mitten im Stadtzentrum. Dort aßen wir zu Abend und besuchten ein Internetcafe, dessen Besitzer mit Begeisterung Bonbons an seine Gäste verteilte.

The closer we got to Munnar, the more spectacular the landscape grew, with high mountains in the sunset, and finally with tea gardens. In Munnar we were brought to our accommodation, a nice little homestay. Here we had a beautiful and very big room, with TV and of course with private bathroom. The homestay has the German name Rheinberg (because the owner has relations to Germany through some relatives), and it has a perfect location: It sits on a hill over the city center, so the town’s noise barely makes it up here, but at the same time we were right in the city within five minutes on foot. In town we had dinner and visited an internet café, at which the owner gave out one piece of candy after the other to his clients.

Lo mas que nos acercamos a Munnar, lo mas espectacular era el paisaje, con montanas altas en la luz de la tarde, y al final con plantaciones de te. En Munnar nos llevaron a nuestro hotel, un pequeno homestay muy lindo. Aqui tuvimos un cuarto grande y bonito, con television y claro que con bano privado. El homestay tiene el nombre aleman “Rheinberg” (porque el propiedor tiene relaciones a alemania por unos parientes), y esta situado perfectamente: Esta en un cerro arriba del centro de la ciudad, asi que el ruido de la ciudad casi no llega hasta alli, pero que al mismo tiempo se puede caminar al centro en cinco minutos. Eso lo hicimos para comer y para visitar un cafe de internet, en el cual el propiedor del cafe daba dulces a todos sus clientes.

 

Am nächsten Morgen, meinem Geburtstag, sahen wir uns zunächst ein wenig in Munnar um. Wir frühstückten in einem netten kleinen Restaurant an der Marktstraße, in dem wir am Vorabend auch zu Abend gegessen hatten, dann liefen wir zum südlichen Teil von Munnar, in dem Holger bei unserer Ankunft eine Touristeninformation gesehen hatte. Die Straße bot einige nette Ausblicke auf einen Fluss und die umliegenden Hügel, war jedoch nicht so angenehm zum Laufen, da sie stark befahren war. Als wir am Nachmittag eine kleine Wanderung südlich der Stadt machen wollten, beschlossen wir daher, diesen Abschnitt zu überspringen, und ließen uns von einer Autoriksha bis zum Busbahnhof bringen, erst ab dort gingen wir zu Fuß.

The next day was my birthday. That morning we looked around Munnar a bit at first. We had breakfast in a nice little restaurant at the market street, in which we had also had dinner the night before. Then we went to the southern part of Munnar, as Holger had seen a tourist information there when we were coming in. The street offered some nice views onto a river and the surrounding hills, but wasn’t so good for walking as there was heavy traffic. When we wanted to do a little hike south of town in the afternoon, we thus decided to skip this part of the way and take an auto riksha to the bus station; only from there onwards we walked.

El proximo dia era mi dia de cumpleanos. En la manana caminamos por Munnar para ver la ciudad. Tomamos el desayuno en un restaurante pequeno en la calle del mercado, donde tambien habiamos cenado la noche anterior. Despues caminamos para la parte del sur de Munnar, porque Holger habia visto una informacion de turistas alli cuando habiamos llegado. La calle dio unas lindas vistas por un rio y los cerros, pero no era tan bien para caminar porque habia muchos coches. En la tarde cuando queriamos caminar algo mas en el sur de la ciudad, decidimos no caminar por esta parte sino tomar un autoriksha hasta la estacion de autobuses y caminar desde alli.

 

Nach einiger Zeit überquerten wir den Fluss und liefen dann auf einer ruhigen kleinen Straße an Teeplantagen entlang bergauf, zu einem Aussichtspunkt von dem man tatsächlich eine spektakuläre Aussicht über das Tal hatte. Von hier sollte laut meinem Reiseführer ein Pfad hinab zu einem Wasserfall führen. Der Weg, auf den die Beschreibung am besten zutraf, war jedoch laut einem Schild für Wanderer gesperrt, da er über Privatgelände führte. Da nur noch eine andere Straße zur Verfügung stand, die allerdings eher geradeaus als bergab führte, folgten wir dieser und gelangten so nach einiger Zeit in ein kleines Dorf. Am Ende des Dorfes begannen wir daran zu zweifeln, dass wir noch auf dem richtigen Weg fahren, und fragten daher einen Mann, der gerade sein Motorrad bestieg, nach dem Wasserfall. Dieser meinte wir müssten zur Fernstraße zurück, nur von dieser aus könnten wir zum Wasserfall gelangen. Sehr hilfsbereit erklärte er uns den Weg. Er überlegte sogar, uns bis dorthin zu bringen, aber dazu war sein Motorrad etwas zu klein, und wir sagten, dass wir gerne laufen.

After a while we crossed over a river and then walked uphill along a quiet small street next to tea gardens, towards a view point from which we had a spectacular view over the valley. According to my tourist guide, from this view point there was supposed to be a path leading to a waterfall. There was a path, which seemed to fit the description; however, a sign announced that this path was closed for hikers, as it led through private land. As there was only one other road, we followed it, even though it led uphill rather than downhill. After a while we reached a village. Towards the end of that village we started doubting that we still were on the right way and asked a man who was just mounting his motorbike for the waterfall. He said we should return to the big road, as only from that road we could reach the waterfall. He was quite helpful and explained the way to us. He even considered driving us there, but his motorbike was a little small for two extra passengers, and we said we didn’t mind walking some more.

Despues de un rato cruzamos un rio y caminamos hacia arriba en los cerros por una calle pequena y tranquila, al lado de plantaciones de te. Caminamos hasta un mirador desde el cual tuvimos una vista espectacular del valle. En mi guia escribe que desde alli hay un sendero que lleva a una cascada. Habia un sendero alli, pero en un senal escribia que esta prohibido caminar en el, ya que lleva por tierras privadas. Por eso tomamos la calle, que era la unica opcion que nos quedaba, aunque llevaba hacia arriba y no hacia abajo. Despues de un rato llegamos a un pueblito. Alli empezamos a pensar que quiza no esta el camino, y por eso preguntamos a alguien que en este momento queria salir en su motocicleta. Nos dijo que tuvimos que regresar a la carretera, porque solamente desde alli se llega a la cascada. Nos queria ayudar y nos daba explicaciones muy buenas, hasta queria llevarnos en su motocicleta, pero era algo pequena para tres personas, y dijimos que nos gusta caminar.

 

Wir liefen also zurück zum Aussichtspunkt und pausierten dort bei Tee bzw. Kaffee und Keksen von einem kleinen Kiosk. Der Verkäufer im Kiosk erklärte uns auch, dass der kleinere Weg tatsächlich zum Wasserfall führte und in unserem Reiseführer gemeint war – dass dieser Weg jedoch seit diesem Jahr gesperrt ist. Einige ebenfalls deutsche Touristen, die sich gerade am Aussichtspunkt befanden, ignorierten das Schild an dem Weg jedoch und begaben sich auf den gesperrten Weg. Gerade als wir unsere Pause beendeten, tauchten sie, nun auf der Straße, wieder auf: Anscheinend war der Weg nicht nur mit Schildern gesperrt. Wir beschlossen, doch nicht zum Wasserfall zu gehen, da wir keine Lust hatten, auf der Fernstraße entlang zu laufen. Stattdessen wanderten wir auf einer anderen kleinen Straße entlang, einfach um die Landschaft zu sehen. Der Weg führte letztendlich ebenfalls zu Privatgelände, so dass wir umkehrten und von hier aus zurück zu unserem Hotel liefen – zwischendurch im Regen – doch die kleine Wanderung hatte sich gelohnt, die Landschaft war sehr schön…

Thus we walked back to the viewpoint and took a break there; drinking tea or coffee, and eating cookies we bought at a small kiosk. The man in the kiosk told us that the small path indeed was the one leading to the waterfall, and was the one mentioned in my guide book – but that it was closed for tourists since this year. There were a few other German tourists at the view point, who chose to ignore the sign and walk down the path. Just when we finished our break they showed up again, this time on the street: Apparently the path was not only closed off with a sign, but further on it was impossible to walk on. We decided not to go to the waterfall, as we didn’t feel like walking along the big road. Instead we walked on another small street to just see more of the surrounding landscape. This road in the end also lead to private land, so from there we turned around and went back to our hotel – in between it also started raining – but our little walk down unknown paths had been worthwhile, as the landscape in this area is really beautiful…

Asi que caminamos otra vez al mirador. Alli hacimos una pequena pausa para tomar cafe o te, y para comar unos bisquitos que compramos en un quiosco pequeno. El hombre en el quiosco nos dijo que el pequeno sendero de veras lleva a la catarata, y es el mismo que se menciona en mi guia de viajes. Pero desde ese ano ya no esta permitido caminar por ese sendero. Habia unos turistas alemanes en el mirador que decidieron ignorar el senal y caminar por el sendero. Cuando nosotros terminamos nuestra pausa y queriamos continuar nuestro camino, los vimos volver por la calle. Parece que ni era posible continuar por el sendero. Nosotros decidimos no ir a la catarata – no tuvimos ganas de caminar por la caretera. En vez de eso caminamos por otra calle pequena para ver mas del paisaje. Por fin llegamos a otra zona privada y volvimos al hotel – caminamos un rato en la lluvia tambien – pero este camino en zonas no mencionadas por el guia era muy interesante y el paisaje realmente bonito…

Unsere Hochzeit – our wedding – nuestra fiesta de bodas

Dienstag, November 2nd, 2010

Geschrieben am 20.09.10 – written on the 20th of September – escrito en el 20 de septiembre

 

 

 

Heute sind wir von meiner Hochzeitsreise in das Dorf zurückgekehrt, Holger lebt nun ebenfalls hier, in Acchans und Jinus Haus. Hinter uns liegen einige erlebnisreiche Tage, und natürlich die Hochzeitsfeier!

Today we have returned from our honeymoon to the village, Holger is now living here too, in Acchan’s and Jinu’s house. Behind us there are some days full of adventures, and of course our wedding itself!

Hoy hemos regresado desde nuestra viaje de bodas al pueblo; ahora Holger vive aqui tambien, en la casa de Acchan y Jinu. Detras de nosotros son unos dias llenos de aventuras, y claro, tambien la misma fiesta de bodas!

 

Der Hochzeitstag begann eher ruhig für mich – da die Hochzeit erst am Nachmittag stattfand, konnte ich ausschlafen, und mich dann ganz in Ruhe vorbereiten. Nach dem Mittagessen kamen Shirley, Shiny und andere Frauen, um mich für die Zeremonie zurechtzumachen. Zunächst zogen sie mir den Sari an, dann steckten sie mein Haar hoch. Ich erhielt verschiedene Ketten, Armreifen und anderen Schmuck, und mein Haar wurde nicht nur mit einem Schleier, sondern auch mit Schleifen und Jasminblüten dekoriert. Während wir noch bei der Vorbereitung waren, erschien der Kameramann für unser Hochzeitsvideo – damit sich meine Familie später alles anschauen kann, nahmen wir natürlich Vorbereitungen, Gottesdienst und Feier auf.

The wedding day started relatively quiet for me – since the wedding only took place in the afternoon, I could sleep in, and then start preparing with calm. After lunch Shirley, Shiny and some more women came to prepare me for the ceremony. At first, they put on my sari, and put up my hair. Then they gave me many necklaces, bracelets and other ornaments, and onto my hair they not only put a crown with veil, but also bows and jasmine flowers. While we were still preparing, the camera man for the wedding video arrived – we have ordered a video so my family can later on see what the preparations, services and celebration was like.

El dia de mi boda empezo con bastante calma para mi – ya que la boda era en la tarde, yo podia dormer en la manana, y despues empezar con calma a prepararme. Despues del almuerzo vinieron Shirley, Shiny y otras mujeres mas para prepararme. Primero me pusieron mi sari, despues prepararon mi pelo. Me pusieron bastantes joyas y ornamentos, y tambien una corona en la cabeza y flores de jasmin. Mientras todavia me estaban preparando, vino un hombre con una camera para nuestro video de bodas – ya que quiero que mi familia vea como son las preparaciones, el servicio en la iglesia, y la fiesta.

 

Dann war es Zeit: Begleitet von Jinu, Kochama, und allen anderen, ging ich hinüber zur Kirche. Soweit ich mich erinnern kann, schaute ich nicht zurück, nachdem ich das Haus verlassen hatte (das soll man nämlich nicht tun – ich wurde allerdings fotografiert und schaute dabei in Richtung Haus). Vor der Kirche war eine große Gruppe Menschen versammelt, und noch mehr waren in der Kirche. Ich sah viele bekannte Gesichter aus dem Dorf, und natürlich aus der Schule. Zunächst wartete ich mit Jinu (die die Rolle meiner älteren Schwester oder Tante übernahm: diese bleibt nämlich bis zum Moment der Eheschließung bei der Braut und steht ihr zur Seite; sobald das Paar verheiratet ist, tritt eine Schwester oder Tante des Mannes an ihre Stelle; diese Rolle übernahm bei unserer Hochzeit Shirley) und Acchan hinter dem Chor, dem Bischof und den anderen Acchans am Kircheneingang, dann schritten wir langsam in die Kirche hinein, vorne wartete Holger bereits.

Then it was time: Accompanied by Jinu, Kochama, and all the others, I went to the church. As far as I can remember I did not turn to look back after leaving the house (as you aren’t supposed to do that – though we took a photo of me, and I was facing the house for that). In front of the church there was a big crowd of people, and even more were inside the church. I saw many known faces from the village, and of course from school. At first I waited outside together with Jinu (she took on the role of my older sister or aunt: the older sister or aunt of the bride is staying with her until the moment the marriage is declared and helps her, when the couple is married she is replaced by the groom’s sister or aunt; this role was taken on by Shirley in our wedding) and Acchan, in front of us there was the choir, the Bishop, and the other Acchans, at the entrance area of the church. Then we slowly walked inside, Holger was waiting in the front of the church.

Despues ya era tiempo: Junto con Jinu, Kochama, y todas las otras, camine hacia la iglesia. De cuanto me acuerdo no miraba hacia atras despues de salir de la casa (porque eso no se debe hacer – de todos modos tomaron una foto de mi, y para eso tuve que mirar hacia la casa). Frente de la iglesia habia mucha gente esperando, y aun mas dentro de la iglesia. Vi muchas caras conocidas del pueblo y de la escuela. Primero esperaba fuera junto con Jinu (ella jugaba el papel de mi hermana mayor o tia, quien se queda con la mujer antes del casamiento para ayudarla, cuando la pareja esta casado viene en su lugar la hermana o tia del hombre; ese papel lo jugaba Shirley en nuestra boda) y Acchan, frente a nosotros habia el coro, el Obispo, y los otros Acchans, en la entrada de la iglesia. Despues lentamente caminamos hacia adentro, Holger ya estaba esperando en la parte de frente de la iglesia.

 

Der Gottesdienst wurde auf Englisch abgehalten, nur hin und wieder wurde eine Ansage auf Malayalam gemacht, und einige Lieder waren auf Malayalam. Der Chor begleitete den Gottesdienst sehr schön mit verschiedenen Liedern. Neben Bräuchen, die ich von zu Hause kenne, wie den Ringen und dem Eheversprechen, gibt es hier auch einige andere, sehr interessante und schöne Bräuche. So segnete der Bischof nicht nur die Ringe, sondern auch das Minnu oder Thali (den kleinen Anhänger in Form eines Reiskorns, auf dem mit sieben kleinen Punkten ein Kreuz dargestellt ist, die sieben Punkte stehen für Braut, Bräutigam, ihre Eltern, und Gott) und das Mantrakodi (den bunten Sari, der das erste Geschenk des Bräutigams an seine Braut ist). Nachdem wir uns gegenseitig unsere Ringe gegeben hatten, band Holger mir dann das Thali mit sieben Fäden aus dem Mantrakodi um, bevor er mir das Mantrakodi über den Kopf legte. Dieses behielt ich um, bis ich die Kirche verließ, das Thali werde ich mein Leben lang tragen (auch wenn die Fäden später gegen eine Kette ausgetauscht werden).

The service was held in English, only every now and then something was announced in Malayalam, and some songs were in Malayalam too. The choir accompanied the service very nicely with beautiful songs. Some of the customs we also knew from home, like putting the rings on each other’s fingers, and promising to cherish one another for the rest of our lives, but there were also other very interesting and beautiful customs that are typical here. For example, the Bishop did not only bless the rings, but also the Minnu or Thali (the little pendant in form of a grain of rice, with seven little dots on it forming a cross; those dots represent the bride, the groom, their parents, and God) and the Mantrakodi (the colorful sari that is the grooms first present to his bride). After giving each other our rings, Holger tied the Thali around my neck with seven threads from the mantrakodi, before he put the mantrakodi itself over my head. I was then wearing it until I left the church, and the Thali of course I will wear for the rest of my life (though the threads are being exchanged later on against a normal chain).

El servicio de iglesia era en ingles, solamente a veces se anuncio algo en Malayalam, y unas de las canciones tambien eran en Malayalam. El coro nos acompano con varias canciones. Unos de los costumbres son parecidos a los de alemania, ya sabiamos lo de poner los anillos al dedo del otro, y de hacer la promesa de matrimonio. Otros costumbres interesantes y bonitos son tipicos para este parte del mundo. Por ejemplo, el Obispo no solamente bendecio a los anillos, sino tambien el minnu o thali (la pequena cosa de oro en forma de un grano de arroz, con siete pequenos puntos formando una cruz; los puntos representan al hombre, la mujer, sus padres, y a Dios). Despues de darnos los anillos uno al otro, Holger puso el thali en mi cuello con siete cuerdas del mantrakodi, y despues puso el mantrakodi encima de mi cabeza. Lo lleve hasta salir de la iglesia, y el thali lo voy a llevar para el resto de mi vida (aunque despues se pone en una cadena normal).

Nach der Trauung hatten Holger und ich wenig Zeit: Zunächst wurden einige Fotos gemacht, dann mussten wir schnell zurück ins Haus, um uns für die Feier umzuziehen. Zur Trauung hatte ich einen weiß-goldenen Sari getragen und Holger ein cremefarbenes Hemd, das Kurta genannt wird, sowie einen langen roten Schal, der Shalwar heißt und zu dem allen passende Schuhe. Für die Feier trug ich den grün-goldenen Sari, den ich von Holger erhalten hatte, und er trug nun ein rotes Hemd. Da es schon später Nachmittag war, und einige der Schulkinder mit dem Bus nach Hause fahren mussten, hatten wir zwischen Gottesdienst und Feier nicht viel Zeit. Wir wurden mit dem Auto die hundert Meter zur Schule gefahren. Der Schulhof war von den Lehrern und Kindern in den letzten Tagen schön zurechtgemacht und die Schulgebäude geschmückt worden. Im Saal (der gleichzeitig als Klassenzimmer für drei Klassen fungiert) befanden sich lange Bänke, an denen die Hochzeitsgäste saßen, und Appam und Hühner- oder Gemüsecurry aßen. Holger und ich saßen im erhöhten Teil des Raums, hier waren auch der Bischof und Kochama, Acchan und Jinu, Shirley, Jacob, und verschiedene andere Gäste.

After the service, Holger and I had only little time: At first some photos were taken, then we had to hurry back to the house, to get changed for the reception. For the service I had been wearing an off-white and golden sari, and Holger was wearing a long crème-colored shirt called Kurta, as well as a long red scarf called Shalwar, and shoes that fitted with these clothes. For the reception I wore the green-golden sari that Holger had given me as my mantrakodi, and he now was wearing a red shirt. As it was already late afternoon, and some of the school children had to take the bus home, we had not much time between the service and the celebration. By car we were driven the approximately hundred meters to school. The school yard had been nicely prepared and decorated by the teachers and children during the last days. In the big room (functioning usually as class room for three classes) there were long benches on which the wedding guests were sitting and eating appam and chicken or vegetable curry. Holger and I sat on the stage in front; the Bishop and Kochama, Acchan and Jinu, Shirley, Jacob and several other guests were here too.

Despues del servicio, Holger y yo tuvimos poco tiempo: Primero tomamos unos fotos, despues tuvimos que apurarnos para regresar a la casa y cambiarnos a la ropa para la fiesta. Para el servicio yo estaba vestida en un sari de color blanco y oro, y Holger con una camisa larga de color creme que se llama Kurta y una chalina roja que se llama Shalwar, y zapatos que esten bien para esto. Para la fiesta yo me puse el sari de color verde y oro que Holger me habia dado como mantrakodi, y Holger ahora se puso una camisa roja. Ya que ya era tarde y unos de los ninos tuvieron que regresar a su casa con el autobus, no tuvimos mucho tiempo entre el servicio y la fiesta. Los mas o menos cientos metros hasta la escuela nos conducian con el carro. El patio de la escuela habia sido preparado y decorado de los profesores y los ninos durante los dias pasados. En la sala (que normalmente esta usado como sala de clase para tres clases diferentes) habia bancas largas, y en ellos los huespedes de la boda comiendo appam y curry de pollo o de vegetales. Holger y yo estuvimos sentandos en frente; alli estaba tambien el Obispo y Kochama, Acchan y Jinu, Shirley, Jacob, y varios otros huespedes.

 

Auch für die Feier gibt es verschiedene Bräuche. So müssen Braut und Bräutigam verschiedene Aufgaben gemeinsam erledigen. Zunächst tranken Holger und ich aus einer bunt eingewickelten Kokosnuss, gleichzeitig jeder aus einem Strohhalm. Wir dachten jedoch, wir müssten die gesamte Kokosmilch trinken – und das ist eine ganze Menge bei einer frischen Kokosnuss. Als wir vielleicht die Hälfte getrunken hatten, wurde uns klar, dass das wohl nicht so gemeint war. Als nächstes mussten wir gemeinsam einen Kuchen anschneiden, und uns dann gegenseitig mit einem kleinen Stück Kuchen füttern. Ich wollte Holger eigentlich von seinem Stück zweimal abbeißen lassen, er dachte jedoch, ich wollte jedoch das ganze Stück auf einmal. Mein Kuchenstück schob er mir vollständig in den Mund. Weiterhin mussten wir gemeinsam eine Lampe anzünden. Danach aßen wir und die Gäste Appam mit Hühnerfleisch, und zum Nachtisch eine Banane und ein Stückchen Kuchen.

During the celebration, we observed more Keralan customs. For example, bride and groom here have to fulfill different tasks together. First, Holger and I drank together from a coconut, decorated with colorful paper, each with a straw. However, we thought that we were supposed to finish all the water in the coconut – and that is quite a bit with a fresh one. When we had drunk about half, we started realizing that it can’t have been meant like that. Next we had to cut a cake together, and then feed each other with a small piece of it. I wanted to let Holger bite off a bit from his piece and then give him the rest, but he wanted the whole piece at once. When he fed me, he also put the whole piece into my mouth. Then we had to light a lamp together. When we were done with all this, we ate together with our guests: Appam with chicken and for dessert a banana and a piece of cake.

Durante la celebracion tambien seguimos varias tradiciones de Kerala. Por ejemplo, tuvimos que tomar juntos de una nuez de coco, decorado con papel de colores diferentes. Pensabamos que tuvimos que tomarla entera – y es mucha agua adentro. Cuando ya habiamos tomado mas o menos la mitad nos damos cuenta que solamente se toma un poco. Proxima cosa era cortar una torta junto con un cuchillo, y darnos un poco de la torta uno al otro. Yo queria darle a Holger un trozo, y queria que el tome parte y despues el resto, pero el lo queria todo a la vez. Y tambien a mi me dio un trozo grande a la vez. Despues damos fuego a una lampa juntos. Despues de todo eso pudimos comer: Appam con pollo, y para el postre un platano y un trozito de torta.

Nach der Feier wurden wir zum Haus des Bischofs gefahren, da diese für unsere Hochzeit die Position von Holgers Eltern vertraten, und das Paar nach der Hochzeit im Hause des Mannes empfangen wird. Der Bischof und Kochama waren bereits vorgefahren, und empfingen uns nun mit Girlanden. Wenn die Braut von der Schwiegermutter im Haus empfangen wird, sollte sie mit dem rechten Fuß zuerst über die Schwelle treten. Im Haus erhielten wir eine Schale mit warmer Milch, die wir, wieder mit Strohhalmen, gemeinsam tranken. Als dann auch Jinu, Acchan, die Kinder, Shirley, Jacob mit seiner Tochter und Mr. Johnson mit seiner Tochter eintrafen, erhielten wir etwas Süßes zu essen. Dann sahen wir uns das Haus an (das heißt, Holger und ich kannten es natürlich schon) und beteten zum Abschluss gemeinsam in der Kapelle. Holger überreichte Jinu dann zum Abschied einen Sari – der Bräutigam schenkt der Mutter oder Schwester der Frau traditionell einen Sari.

After the reception we were brought to the Bishop’s house, as he and his wife had represented Holger’s person for our wedding, and the couple is welcomed into the man’s house after the wedding. The Bishop and Kochama had gone home before us and now welcomed us with garlands. When the bride is welcomed into the house by her mother in law, she is supposed to step over the doorstep with her right foot first. Inside the house we received a bowl with warm milk that we drank together, again with straws. When Jinu, Acchan, the children, Shirley, Jacob with his daughter and Mr. Johnson with his daughter arrived, we all received different sweets and pastries. Then we looked at the house together (that is, Holger and I already knew it, of course) and finally met in the chapel for a prayer. Then Holger gave Jinu a sari – it is traditional that the groom gives the mother or sister of the bride a sari.

Despues de la fiesta nos llevaron a la casa del Obispo, ya que el y su esposa para la boda representaron a los padres de Holger, y la pareja esta bienvenida a la casa del varon despues de la fiesta. El Obispo y Kochama habian regresado a su casa antes de nosotros, y nos daban la bienvenida con girlandas. Cuando la madre del varon recibe la mujer a su casa, ella debe entrar con el pie derecho primero. Adentro nos daban leche y otra vez tomamos juntos. Cuando llegaron tambien Jinu, Acchan y los ninos, Shirley, Jacob con su hija y Mr. Johnson con su hija, nos daban diferentes dulces. Despues miramos juntos a la casa (de todos modos, Holger y yo ya la conociamos) y por fin rogamos juntos en la capilla. Despues Holger le dio un sari a Jinu – es parte de la tradicion que el hombre le de un sari a la madre o la hermana de la esposa.